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Clair Obscur

Der Name des Quartetts, »clair-obscur«, begleitet die vier in Berlin lebenden Musiker wie selbstverständlich. Clair-obscur, diese Maltechnik aus der Renaissance, bei der helle und dunkle Farbtöne gegenüber gestellt wurden, um das Irdische und das Göttliche zu symbolisieren, steht Pate für das, was die Musiker aus ihren Instrumenten hervorlocken: Es sind auf der einen Seite die Wärme, die Intensität, die Klarheit, und auf der andere das Schroffe, das Unfreundliche, das Robuste. Diese zwei Pole spiegeln sich auch in der Zusammensetzung des Quartetts wider: Zwei weibliche und zwei männliche Musiker in einem Ensemble erzeugen zuweilen eine besondere Spannung, vor allem musikalisch.

Schwerpunkt der musikalischen Arbeit ist die Kammermusik. Mit Unterstützung ihres Mentors und Lehrers, dem Bratschisten des Artemis-Quartetts, Prof. Friedemann Weigle, hat sich »clair-obscur« in den vergangenen Jahren zu einem Profi-Ensemble entwickelt, das in der Berliner Philharmonie ebenso gefragt ist wie in der Carnegie Hall in New York. Dort debütierten die jungen Musiker im Jahr 2006. Dabei konzentriert sich »clair-obscur« nicht nur auf eigens für ein Saxophonquartett geschriebene Kompositionen. Das Ensemble erweitert sein Repertoire ständig um unerwartete Bearbeitungen und spannende Arrangements.

Doch ist die Kammermusik nicht alles: »clair-obscur« macht immer öfter mit eigenen Theaterproduktionen von sich reden. Fester Bestandteil des Repertoires ist etwa Camille Saint-Saëns? »Karneval der Tiere«, den das Quartett gemeinsam mit dem Schauspieler Boris Aljinovic auf die Bühne bringt. Noch mehr Theater enthält die Bearbeitung des Balletts »Les mariées de la Tour Eiffel (Die Hochzeit auf dem Eiffelturm)« von Jean Cocteau. Hier wird das Konzert zu einem Kleinkunst-Erlebnis, werden die Musiker zu Schauspielern. Hierfür feilen sie nicht nur an der Intonation, sondern auch an Mimik und Körpersprache.

Darüber hinaus sind alle vier Quartettmitglieder regelmäßig als Aushilfen in Berliner Orchestern wie den Berliner Philharmonikern zu hören.

Ausgezeichnet für ihr künstlerisches Schaffen wurde das clair-obscur Saxophonquartett zuletzt beim Internationalen ADMC Wettbewerb Illzach (2007), beim Gaudeamus Musikwettbewerb (2007) sowie mit dem Preis der Freunde der Jeunesses Musicales 2008.

Discographie

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