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Neue Philharmonie Westfalen


Neue Philharmonie Westfalen
 
Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebietes, dem Westfälischen Sinfonieorchester Recklinghausen und dem Philharmonischen Orchester der Stadt Gelsenkirchen. Träger des Orchesters sind neben dem Land Nordrhein-Westfalen die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna. Von 1997 bis August 2007 war der österreichische Dirigent Johannes Wildner Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen. Ihm folgte im Sommer 2007 der Mecklenburger Heiko Mathias Förster, der zuvor bereits die Brandenburger und die Münchner Symphoniker leitete.
 
Das Orchester ist einer der größten Klangkörper der Region und bewältigt pro Saison nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Das mit rund 130 Musikerinnen und Musikern besetzte Ensemble ist im Stande, die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne abzudecken. Auch Film- oder Cross-over-Konzerte gehören zum Programm des Ensembles. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen und den Sinfoniekonzerten im gesamten Ruhrgebiet, nimmt die Arbeit für Kinder und Jugendliche großen Raum in der gestalterischen Tätigkeit des Orchesters ein.
 
Herausragende Projekte auf Tonträger zu verewigen, gehört mit zur Philosophie des größten der drei Landesorchester in Nordrhein-Westfalen. Unter der Leitung von Johannes Wildner wurden CDs mit Werken von Anton Bruckner, Johannes Brahms und Max Bruch veröffentlicht, gefolgt von diversen Einspielungen unter der Leitung von Heiko Mathias Förster, wie der 1. und 5. Sinfonie von Gustav Mahler, drei CDs mit Werken der Strauß-Familie oder der CD „cool rhythm“ gemeinsam mit dem Berliner clair-obscur-Saxophonquartett.
 
In den letzten Jahren ist es dem Orchester gelungen, sich weit über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus einen Namen zu machen. So konzertierte das Landesorchester u.a. im Weltkulturerbe Speyerer Dom, in der Kölner und Berliner Philharmonie, in der Glocke Bremen, im „Franziskaner“ in Villingen, im Teatro Dante Alighieri Ravenna, im Teatro Communale di Modena, in der Tonhalle Zürich, dem Musical Theater Basel und der KölnArena mit der umjubelten Aufführung der „Lord of the Rings“-Sinfonie. Ferner folgte das Orchester im September 2009 einer Einladung ins Große Festspielhaus Salzburg, um dort u.a. mit Heiko Mathias Försters Wagner-Adaption „Ring ohne Worte“ zu konzertieren. Sein außereuropäisches Debüt feierte das noch junge Ensemble bereits im Herbst 2000: Die Neue Philharmonie Westfalen folgte einer Einladung zum „Beijing-Festival“ in Chinas Hauptstadt Peking.
 
Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich in der jüngsten Vergangenheit zunehmend auch als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: Konzerten mit Lucia Aliberti, Elīna Garanča, Lang Lang, Herbie Hancock, Edita Gruberova oder Vittorio Grigolo folgte im Jahr 2012 eine Tournee mit Anna Netrebko, Ramón Vargas und Erwin Schrott nach Münster, Mannheim und Wiesbaden.

Heiko Mathias Förster
Generalmusikdirektor
 
Dass er einmal Leiter eines großen Klangkörpers werden würde, hatte sich der gebürtige Mecklenburger Heiko Mathias Förster als Student, damals noch für ein Klavierstudium eingeschrieben, nicht vorstellen können. Doch schnell wechselte er ins Dirigierfach, wurde bereits mit 23 Jahren Chefdirigent am Brandenburger Theater und gab danach bei den Münchner Symphonikern den Takt an.
 
Seit Sommer 2007 ist Heiko Mathias Förster Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, einem Orchester, das nicht nur Sinfoniekonzerte spielt, sondern gleichzeitig Opernorchester des Gelsenkirchener Musiktheater im Revier ist: Seit er 2007 ins Ruhrgebiet kam, dirigierte er dort u.a. Verdis „Otello“, „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns sowie die Deutsche Erstaufführung von Isaac Albéniz’ Oper „Merlin“. Die Bretter, die die Welt bedeuten, sieht Förster jedoch nicht nur in Gelsenkirchen aus dem Orchestergraben. Auch in Prag und Bratislava leitet er regelmäßig Opernproduktionen.
 
Bei den Stars der Branche ist Förster überdies ein beliebter Partner am Pult: So begleitete er u.a. Rolando Villazón, Elīna Garanča, Angela Gheorghiu und realisierte mit Vicco von Bülow alias Loriot das Projekt „Der Ring an einem Abend“.
Darüber hinaus dirigiert Heiko Mathias Förster regelmäßig Orchester auf der ganzen Welt: Israel Symphony Orchestra, National Taiwan Symphony Orchestra, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin oder Prager Symphoniker sind nur einige der Ensembles, bei denen der Mecklenburger in den letzten Jahren am Pult stand. Auch die jungen Konzertgänger kommen nicht zu kurz: Regelmäßig dirigiert Förster speziell auf Familien und Kinder zugeschnittene Konzerte.

Discographie

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