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Emmanuel Pahud - Margarita Höhenrieder

Emmanuel Pahud (Flöte)
 
Emmanuel Pahud gilt seit Jahren als einer der führenden Flötisten unserer Zeit.Seine staunenswerte musikalische Vielseitigkeit entspringt seinem künstlerischen Credo „sich wie ein Chamäleon den Farben der Musik oder den Vorstellungen des Komponisten anzupassen“. Aber natürlich erklärt sich seine so umfangreiche wie vielseitige Diskographie zwischen Klassik und Jazz auch aus Begegnungen – beruflichen wie menschlichen. Zahlreich auch seine Auszeichnungen: 2009 wurde Emmanuel Pahud mit dem renommierten Ordre des Arts et des Lettres (Orden für Kunst und Literatur) ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er für sein 2008 veröffentlichtes Album mit Bachs Flötensonaten seinen nunmehr fünften ECHO Klassik – in der Kategorie Instrumentalist des Jahres (Flöte).
 
1970 in Genf geboren, schloss Emmanuel Pahud 20-jährig das Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique mit einem Ersten Preis ab. Danach studierte er bei dem Meister-Flötisten Aurèle Nicolet. Aus vielen renommierten Wettbewerben ging Emmanuel Pahud als Erster Preisträger hervor: 1988 in Duino, 1989 in Kobe und 1992 in Genf. Er erhielt unter anderem den Juventus-Preis des Europarates und ist außerdem Preisträger der Yehudi Menuhin-Stiftung und des International Tribune for Musicians der UNESCO.
 
Emmanuel Pahud war zunächst als Solo-Flötist beim Rundfunk-Symphonieorchester Basel und den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache tätig, ehe er mit 22 Jahren als damals jüngstes Mitglied Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado wurde. Seit 2002 ist er wiederum bei den Berliner Philharmonikern tätig, jetzt unter Simon Rattle.
 
Neben Recitals und Konzerten in aller Welt gibt Emmanuel Pahud regelmäßig Konzerte bei den großen internationalen Festivals und tritt mit weltweit renommierten Orchestern unter prominenten Dirigenten auf. Emmanuel Pahud ist auch ein international gefragter Kammermusiker. Partner sind unter anderem Yefim Bronfman, Hélène Grimaud und Stephen Kovacevich. 1993 gründete er gemeinsam mit dem Pianisten Eric Le Sage und dem Klarinettisten Paul Meyer das Festival de l’Emperi in Frankreich.
 
Telemann und Jazz, Ravel und Mozart, Bach und Prokofieff – Emmanuel Pahud beweist seine immense Repertoire-Bandbreite - darunter auch Uraufführungen von Elliot Carter und Luca Lombardi - immer wieder in Konzerten wie in zahlreichen preisgekrönten Einspielungen. Seit 1996 ist Emmanuel Pahud Exklusivkünstler bei EMI Classics, für die er mittlerweile über 20 CDs eingespielt hat.

Margarita Höhenrieder (Klavier)

Die herausragende Münchner Pianistin Margarita Höhenrieder ist der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt. In Fachkreisen wird sie hoch geschätzt und als Solistin von den Dirigenten Claudio Abbado, Riccardo Chailly, James Levine, Fabio Luisi, Lorin Maazel sowie von vielen namhaften Orchestern, wie z. B. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Mahler Chamber Orchestra und dem New York Philharmonic eingeladen.

Das Klavierspiel liegt der Preisträgerin vieler internationaler Klavierwettbewerbe seit ihrer Kindheit im Blut. Schon als kleines Mädchen ist sie fasziniert vom Spiel ihrer Mutter und erhält mit fünf Jahren ersten Unterricht bei der bekannten Klavierpädagogin Anna Stadler in München. Bereits mit 7 Jahren nimmt sie an ihrem ersten Wettbewerb teil und mit 10 gewinnt sie den ersten Preis im Bundeswettbewerb„ Jugend musiziert“.

Mit 11 Jahren gibt Margarita Höhenrieder ihren ersten Klavierabend, mit 13 Jahren spielt sie ihre erste Schallplatte ein. In den darauffolgenden Jahren wird Sie mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.

1981 gewinnt Sie den 1. Preis beim bedeutenden BUSONI-Wettbewerb in Bozen und reiht sich damit in die Liste anderer BUSONI-Preisträger, wie z.B. Martha Argerich und Jörg Demus, ein. Ihr künstlerischer Weg führt sie fortan verstärkt in die großen Musikzentren der Welt wie Berlin, München, Paris, Rom, Salzburg, Mexico City und New York. Es folgen viele Festivals, Schallplatten und später CDs. 1984 feiert sie mit großem Erfolg ihr Debüt in der New Yorker Carnegie Hall.

Nach Ihrem Studium an der Münchner Musikhochschule bei Ludwig Hoffmann erhält Margarita Höhenrieder ein USA Stipendium von der deutschen Studienstiftung und dem DAAD, und geht für zwei Jahre zu Leon Fleisher nach Baltimore, USA. Zeitgenössischer Musik, wie etwa den Werken von Harald Genzmer, Ulrich Stranz, und Wilhelm Killmayer gegenüber, ist die Pianistin aufgeschlossen. Das ihr von Genzmer gewidmete Konzert für Klavier, Trompete und Streicher hat sie uraufgeführt und auf CD veröffentlicht. Sein letztes großes Werk, eine Fantasie des Abschieds „Wie ein Traum am Rande der Unendlichkeit“ widmete er ebenfalls der Künstlerin, die es zusammen mit dem Soloflötisten der Berliner Philharmoniker Emmanuel Pahud 2009 in Rom zur Uraufführung brachte. Neben Mozart und Beethoven gehört ihre große Liebe der Romantik. Die gegenseitige Inspiration des Künstlerpaares Clara und Robert Schumann hat sie so fasziniert, dass sie ihre beiden a moll Klavierkonzerte zusammen auf einer CD bei BMG/RCA veröffentlichte. Ihre jüngste Einspielung, das Quartett op. 47 von Schumann und das Sextett op. 110 von Mendelssohn mit dem Gewandhaus-Quartett, ist bei Solo Musica erschienen.

Wesentliche musikalische Impulse verdankt Margarita Höhenrieder außerdem der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Alfred Brendel.

Im November 2008 resümierte die Presse nach einem Konzert mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado:

„(...) Völlig andere Zeichen beim Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488 von Wolfgang Amadeus Mozart. (...) Hier konnten Abbado und das Mahler Chamber Orchestra auf eine außergewöhnliche Margarita Höhenrieder zählen. Eine Solistin der höchsten Schule, ein frühes Talent, das in der Reife völlig bestätigt wurde."

„(...) Sie zeigte sich (...) als eine hoch emotionale, starke Interpretin.Die Sensibilität des Anschlags und die Persönlichkeit, mit der sie die Soloparts darbot, machten aus ihr eine absolute Protagonistin des Konzerts, der das Publikumbegeistert applaudierte."

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